Montag, 1. September 2008

auf wiedersehn, berlin...

Nun bin ich wieder zurück in Kassel und somit schließt sich dieser Blog.

Ich berichtete von Impressionen aus meinem Alltag,
erzählte von Luftschlössern, von meinen Träumen und Sehnsüchten,
Geschichten aus meinem Leben auf der Suche nach dem Unerklärbaren.

Ich hoffe es hat euch Lesern Spass gemacht.

Auf Wiedersehn, Berlin

Freitag, 29. August 2008

leben

heute habe ich das leben betrachtet, zuerst arbeitende männer am westhafen,
menschen, die aus der s- bahn kommen,
kaffeetrinker in der mensa der akademie der künste,
touristen im nikolaiviertel,
einen gitarristen auf dem gentarmenmarkt.

die meisten menschen hatten zeit,
genossen den grauen donnerstag draußen in der stadt.

Sonntag, 24. August 2008

Schnellskizze

Es gibt nicht viele Kunstwerke, die mich aus der Bahn werfen können.
Heute traf mich Caravaggio plötzlich und unerwartet.
Ich wandel durch die Gemäldegalerie und plötzlich taucht dort der "Amor als Sieger" auf.
Mein Herz schlägt auf einmal schneller, der Atem stockt und die Augen werden feucht.
Ein wahnsinns Bild - ein wahres Meisterwerk.
Mein gefühltes ist in dieser kleinen Schnellskizze festgehalten.

Im Englischen Garten

Gemächlich gehe ich über den feuchten Kiesweg. Die hölzernen Parkbänke vom Regen völlig durchnässt. Von den Bäumen tröpfelt es. Dunst schleicht über den Teichen herbei. Die Blätter der Bäume berühren zart die Oberfläche des Wassers.
Es ist grau und kalt. Ich spüre den Herbst. Schleichend naht er herran, die Sonne schafft es nicht mehr durch den Wolkenvorhang. Stille kehrt wieder ein und zu hören ist nur das Geräusch meiner Schritte über den nassen Kies.

Zu Gast im Kanzlerinnenamt




Staatsgast sein ist schon was tolles. Heute war ich zu Besuch im Bundeskanzlerinnenamt.


Ich habe mir die Galerie der Kanzlerportraits angeschaut, Cocktails geschlürft, mich auf die bequemen Ledersessel gesetzt... und durch Zufall ist mir die ANGIE über den Weg gelaufen! Na ja, sie arbeitet da ja auch. Und weil wir zwei uns so gut verstehen, hat sie mir sogar ihren Namen auf ein Prospekt gekritzelt, danke!

Donnerstag, 14. August 2008

komisch

Wenn man zu viel arbeitet und zu wenig schläft,
fängt man an, komische Ding zu tun:
legt sich so auf den Boden, weil der Rücken weh tut,
baut sich bequeme Handgelenkstützen aus Schals,
starrt aus dem Fenster den Mond an
und fragt sich, ob es sein kann,
dass er hier in Berlin sogar etwas anders aussieht als in Kassel...

Dienstag, 12. August 2008

Das rote Hörnchen

Das Fell fuchsrot,
es springt in den Baumkronen der Straßenbäume entlang.
Es sieht aus, als wär es in Eile - rennt - springt - putz sich ...
Fast täglich sehe ich die kleinen Nager vom Fenster aus.
Einmal saß sogar eins morgens in meinem geöffneten Fenster!
Ein Gast vom Land sagte erstaunt:
"Da muss ich erst nach Berlin fahren um das erste mal im Leben ein Eichhörnchen zu sehen"!

Samstag, 9. August 2008

kleines worträtsel

ZUR ZEIT keine abenteuer
zur zeit diszipliniert am schreibtisch
den blick auf den monitor
den finger auf der maus
"wer etwas besonderes sehen will,
muss das ENTDECKEn,
was andere nicht beachten"
ICH erkunde MEINE eigens erstellte VIRTUELLE WELT
ich lerne 3D zu zeichnen
und hole ein stück landschaft In Meinen RECHNER

Donnerstag, 7. August 2008

Vielen Dank für die Blumen, vielen Dank, wie lieb von DIR...

Vorgestern war ich der Gratulant und ich möchte mich bei allen bedanken, die an mich und mein zartes Alter gedacht haben.
Noch nie habe ich eine Dankesrede gehalten – jetzt ist es an der Zeit!

Ich danke:
Meinem Gast und den 3,4 Millionen, die mit mir in Berlin gefeiert haben,
den fleißigen Anrufern, Kartenschickern, SMS- Schreibern und StudiVZ- Gratulanten. Ein Dankeschön gilt auch Tschibo, die mir ein lustiges Video mit quakenden Fröschen per Mail geschickt haben und GMX, die mir Glückwünsche mit einem persönlichen Handyangebot unterbreiteten,
d a n k e ...

Ich habe mich über den Tag gefreut, an dem ich mir alles wünschen konnte, über die unerwarteten Präsente und über den Glückskeksspruch, der mir vorhergesagt hat, „Niemand kann Deine glückliche Zukunft trüben.“

Montag, 4. August 2008

Sternenstaub

Ich habe festgestellt, dass die Nacht auf dem Land viel tiefer ist, als die in der Stadt.
Viel schwärzer und einsamer.
Heute war ich einen Tag allein - allein unter 3,4 Millionen.

Ich blicke in den Nachthimmel und teile ihn mit sämtlichen Menschen auf dieser Erde.
endlich - unendlich - und noch viel weiter.
"Und schließlich sind wir selbst Sternenstaub."

Nun suche den Schlüssel zum Schlaf...

Sonntag, 3. August 2008

sonntag

...es ist halb fünf nachmittags.
ich muss was "schaffen", liege aber total kaputt auf dem bett.
die füße geschunden von einer tour mit berlinentdeckern aus der heimat.

ich mag mein bett und beschließe fast heute nix zu tun, sage ja zur freiheit.
mein urlaubsantrag liegt dem schlechten gewissen bereits vor,
ein vollbad ist schon genommen.

ich kämpfe mich an den rechner und gehe ins internet,
schleiche mich aber wieder davon und setze mich "unter Linden" an das offene küchenfenster - schaue dem treiben auf der strasse zu. in der hand einen geklauten kaffee von meiner mitbewohnerin.
dann kommt die polizei vorbeigefahren. tat ich mit meiner nichtstuerei und meinem mundraub etwas verbotenes?

ans ausruhen ist nicht zu denken, also dachte ich nicht daran und tat es einfach...

Donnerstag, 31. Juli 2008

Eine wertvolle Aufnahme




Das ich das nochmal erleben durfte - schluchtz...
ein orginal Rosinenbomber auf dem Tempelhofer Flugplatz in Aktion! Bald wird er dieses Rollfeld verlassen und nach Schönefeld verlagert. Ab Oktober 2008 wird der Flughafen geschlossen. Ich war gegen die Schließung - fand es täglich sehr interessant daran vorbeizufahren und großartig gestört hat es mich auch nicht!
Aber was solls, "ich bin kein Berliner" und durfte somit auch nicht zur Abstimmung gehen...

Was bleibt, ist das damals flächengrößte Gebäude der Welt, dessen Gesamtlänge bei 1,2 KM liegt und heute noch zu den längsten Europas zählt!
Was aus dem historischen Platz wird ist noch unklar; vielleicht dient er weiter als Filmkulisse wie z. B. in "Was tun wenn´s brennt", den ich kürzlich gesehen hab.

"Moment, das kenn ich doch, das ist doch hier gleich um die Ecke..."




Wetten das...




Heute kann ich wieder eine Sache von meiner Liste abhaken.
Welche Liste? Na die, mit den Dingen, die ich unbedingt einmal erlebt haben will!

Heute war ich auf der Pferderennbahn.
Tierisch Gigantisch, es war das grösste Pferderennen Deutschlands!

Ich hatte keine Ahnung wie man dort wettet,
habe mich auch vorher nicht informiert, wie alt das Tier ist, auf das ich setze, wie es um seine Kondition steht, ob die letzten Rennen gut gewesen sind...

Für mich war klar, ich wette in der ersten Runde 5 € auf Sieg auf das Pferd mit der Nummer 5.

Der gute Hengst hieß, wie sich dann herausstellte, "Italien Stalien". Komischer Name; am Rand standen soger Leute, die diesen Namen voller Euphorie laut gerufen haben!

"Italien Staliiiieeeeennnnn......"

Da sah ich dann auch zum ersten mal, nach dem ich schon gesetzt hatte, den Gaul mit seinem Jockey. Er hatte weissen Schaum vor dem Maul und ich dachte schon: OK, der wird es wohl nicht bringen... Kurz vor dem Start ritten die 10 Teilnehmer dann eine Parade, in der die Pferde mit Jockey kurz über Mikro vorgestellt wurden.

Nummer 5 fehlte! Es hatte die Parade verpasst und kam als letztes mit grossem Abstand irgendwann auch an der Tribüne vorbei getrabt!

Zu meiner Erstaunen war mein Tipp aber gar nicht so schlecht - 13 € hätten es aus meinem 5€ Einsatz werden können, aber Italien Stalien wurde auf der Zielgeraden mit einer Kopflänge überholt und ich wurde nur Zweiter.


Mittwoch, 30. Juli 2008

Wer posiert denn da?

Abends in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs -
ich spatziere wie viele andere an der Spree entlang und genieße den ausklingenden Tag.
Das denken sich auch die beiden in Weiss...
Nur das sie nicht, wie ich, in Fotografien die Abendstimmung festhalten, sondern Teil der Abendstimmung werden. Sie halten mitten auf der Strasse an und posieren irgendwelchen Menschen mit Kameras in der Hand.
Wer kennt diese Persönlichkeiten?
Wer ist mir da vor die Kamera gelaufen?



sommer

hell - dunkel - hell - dunkel -
licht im schatten

es hört sich an wie regen
ist aber grün und hängt an den bäumen
es klappert und ich sehe nach -
laufende schwäne über dem wasser

menschen sitzen, lesen, schauen
spatzen picken nach essbarem
fahrräder klappern auf sandigem weg

es ist warm, der wind pustet milde
mein finger wickelt sich um trockenes gras
ich bin draußen

Montag, 28. Juli 2008

Lesestoff

Lust auf einen Neubeginn?

Schaut euch das kostenlose Magazin für junge Kunst online an.

PARAGUAS

http://issuu.com/paraguas/docs/paraguas10


Was verstehen die Paraguas-Künstler unter einem “Neubeginn”?
Ihre Assoziationen, Vorstellungen und Geschichten lest ihr in Paraguas Nr.10 ...

In dieser Ausgabe bin ich im Lektorat tätig gewesen - es lohnt sich!

Sommer und frei

"Den Tag zu pflücken und den Augenblick zu leben"
Schön gesagt und jetzt auch machbar. Jedenfalls für mich, denn ich habe frei.
Ich beschließe ab jetzt zu leben; raus ins Freie, weg von der Routine...
Der Montag kann mir gar nix mehr. Meine Kreativität schob ich vor mir her,
jetzt hat sie wieder Platz. Mal sehen, welche grossen Dinge in naher Zukunft entstehen.

Gruss aus dem sommerlichen Berlin

Montag, 21. Juli 2008

ich hab wieder ZEIT

Die Freiheit hat mich wieder - ich kann es noch gar nicht richtig fassen.
Es ist Montag und ich bin morgens liegen geblieben; habe irgendwann gefrühstückt,
mich danach wieder ins Bett gelegt - herrlich!
Richtig freuen konnte ich mich an meinem letzten Arbeitstag nicht.
Ein Stück meines Lebens ist vorbei und einige Personen werden mir schon fehlen.
Aber ein neuer Abschnitt beginnt und bis dahin kann ich meine Freiheit genießen.
Nur das tun zu müssen, worauf ich lust habe.
Darum habe ich heute auch schon zu früher Stunde mit meiner Mitbewohnerin eine
Flasche Rotwein aufgemacht, mich danach in die schäumende, heiße Wanne gelegt und den Tag genossen.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Auf Wiedersehen

Ein Tag, vor dem man sich innerlich schon länger fürchtet;
dem man am liebsten aus den Weg gehen will,
obwohl man im Anschluss den gemeinsamen Weg verlässt!
Irgendwann kommt der Zeitpunkt,
da steht man an der Wegesgabelung,
schluckt...
hat einen dicken Klos im Hals, der sich bis in den Bauch herunter zieht.
Worte sind an diesem Punkt nicht meine Stärke.
Feuchte Augen drücken das aus, was man nicht aussprechen kann...

Mittwoch, 16. Juli 2008

"Schönen Feierabend"

Endlich zu Hause...
Und was macht man so mit seinem Feierabend?
Normale Leute sind dann müde!
Ich schleppe mich verschwitzt von meiner aufregenden 9 km Fahrradtour mit der schweren Einkaufs- Jutetüte ins 4 OG und schließe mit letzter Kraft die Tür auf.

Die gute Seele ist dann schon daheim und wir erzählen uns in der Küche von unserem Tag.

Heute wieder eine kleine Radfahrgeschichte:
Die Ampel zeigt grün, aber irgendwann wird sie umspringen. Das weiss ich genau! Zu lange leuchtet sie schon in ihrer beruhigenden Farbe.
Ich rase mit einem pelzigem Gefühl im Hirn automatisch weiter.
OK, immer noch grün - geschafft!
Links die schnell ankommenden Rechtsabbieger von der Autobahn, die auch grün haben.
Unter anderem ein dicker LKW. Ich stelle mir vor, er fährt nicht wie die anderen um die Ecke, sondern würde auf mich zu rasten und ich bin mal wieder ganz knapp bei rot über die Ampel gekommen - wie ein so manches mal. Aber nein, ich achte jetzt auf die Verkehrszeichen! Und außerdem biegt der Brummi ja rechts ab!
Aber was ist das - nein - ER beachtet die Ampelschaltung nicht und knallt gerade aus auf mich zu und fegt mich fast vom Radweg!

Was für eine Vorahnung!

Freitag, 11. Juli 2008

ein ganz normaler Tag...

Ich habe meinen Blog ein wenig vernachlässigt - aber irgendwann wir das Berlinabenteuer auch zum Alltag und vieles erscheint NORMAL.
Es ist also normal
-dass bei uns im Hinterhof jemand vor einer kleinen Runde anfängt Harfe zu spielen
-dass alle Kollegen (mich eingeschlossen) bei strömenden Regen mit dem Rad zur Arbeit fahren
-dass mir ein Obdachloser in der U-Bahn die Tür aufmacht
-dass auf dem Wochenmarkt in Neukölln kaum jemand deutsch spricht
-dass ich jeden Tag etwas neues entdecke und staunen kann
All dies ist typisch für die Hauptstadt - Sachen, die mir an einem ganz normalen Tag passieren!

Samstag, 28. Juni 2008

FINALE, OOOHHHOOO

So gehn die Türken
und die Türken gehn so:
....O.....
.../.......
../\........
So gehn die Deutschen
und die Deutschen gehen so!:
..*.*..\.O./..*..*
*.....*..\/...*... *
............/\.....*...

Sonntag, 22. Juni 2008

Mein heutiger Sonntag

"Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse das Leben auf mich regnen."

Rabel Varnhagen

Samstag, 7. Juni 2008

Schöner kann´s kaum sein

Von alleine morgens aufwachen
Das Fenster war über Nacht offen
Frühstücksei und Tee
Mit dem Rad zum Schwimmbad fahren
und dort im nöch kühlen Wasser die Bahnen ziehen
Auf dem Rückweg frische Erdbeeren kaufen
Die Zeit lesen
Den Rucksack packen
zum Flughafen fahren
losfliegen
um eine gute Freundin zu besuchen.

Mein heutiger Tag
Schöner kanns kaum sein

Sonntag, 1. Juni 2008

Erkenntnis

Erzählen ist eine Selbstbefreiung.
Erzähle es, damit du es besser verstehst.

Samstag, 31. Mai 2008

Ich beginne...

neu auf einer weissen Leinwand zu malen

Sonntag, 25. Mai 2008

Gedanken

Es war noch nicht ganz abgeschlossen, als ich mich auf den Weg machte.
Wer war ich in diesem Moment? Ich wusste meinen Namen nicht mehr, hatte ihn vergessen.
Es kommt mir täglich in den Sinn, dass ich weiter gehen muss. Ich tue so, als kenn ich den Weg. Es ist etwas neues. Ich wandere in der Zeit und kehre wieder heim. Ein Ausflug ins grüne Abenteuer.

Sonntag, 18. Mai 2008

Statistiksüchtig?

Jetzt habe ich gelesen, dass sieben Prozent sich auf einer eigenen Homepage präsentieren.
Zehn Prozent sind in Onlinecommunitys wie Facebook oder StudiVZ angemeldet.
Und zwei Prozent halten ihren Alltag in Blogs fest. Es herrscht wohl ein eigenartiges Mitteilungsbedürfnis und das auf der ganzen Welt. Menschen wollen andere an ihrem Leben teilhaben lassen. Es ist wohl eine Lust zur Selbstdarstellung und man stellt sein eigenes Leben in ein gefühltes Rampenlicht.
Gut das ich so nicht bin...

Mittwoch, 14. Mai 2008

Aktzeichnen

Gestern habe ich es geschafft nach Feierabend zu einem Aktzeichenkurs zu fahren.
Ich habe festgestellt, dass zeichnen nicht nur Spass macht, sondern bei mir mittlerweile ein Grundbedürfnis ist. Zwar gucke ich mir Kunst zuhauf an und bekomme ordentlich input, aber selber künstlerisch tätig zu sein ist schon ganz anders. Um 23 Uhr war ich wieder zu Hause - fix und fertig aber froh wieder was für die Kunst gemacht zu haben. Werde jetzt einmal die Woche in Berlin Unterricht nehmen.














































Montag, 12. Mai 2008

Wolken beobachten


Heute war ich Wolken beobachten. Auf einer Wiese am See liegend - die Augen nicht geschlossen oder in eine Zeitung gesteckt. Einfach den Blick in den Himmel gleiten lassen und gespannt sein, was der Himmel so malt. Erst erkennt man natürlich Wolken, dann tauchen Figuren auf.
Ich sehe einen Hasen, einen Körper, dann einen Jet-Ski und das alles aus einer Wolke, die sich in windeseile verwandelt und dann ganz verschwindet.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Papier

Auf meinem "Schreibbrett auf Böcken" ein Riesenhaufen von Notizblättern, Entwürfen, Skizzen... lauter Keime und keine Zeit sie heranwachsen zu sehen!
Ein Werk besteht aus mehreren Grundeinfällen, Aha-Erlebnissen, die ich mir notiert habe.
Kunst wird aus Einfällen gemacht. Die besten hab ich morgens im Bett vor dem aufstehen.
Ich kann von Glück reden, dass ich jeden morgen vor dem Weckerradau von selbst aufwache und mich freue, wenn ich sehe, dass ich noch eine halbe Stunde vor mich hin denken kann...

Mittwoch, 30. April 2008

dunkles blau

Man sieht nichts besonderes und doch staunt man unentweg und denkt
"Was für ein Augenblick"
Diese Nacht hat etwas schönes.
Der Himmel noch nicht ganz schwarz,
tiefdunkelblau.
Wüde ich ihn mit Farben zu mischen versuchen, sogar etwas violett.
Frisch und klar - ich genieße barfuß die Nacht
... und morgen hab ich frei
:-)

Den Fernsehturm am Alex sehe ich jeden morgen aus einer anderen Perspektive.
Manchmal strahlt er silbern im Sonnenlicht - mal ist er fast von Wolken verhangen.
Ich weiss auch nicht, ich muss immer hinschauen. Er zieht irgendwie magisch an!

Rote Phase



So machen selbst rote Ampeln spass...

Guckt mal genau hin - da hat jemand einen schwarzen Aufkleber auf die Radfahrerampel geklebt. Bei rot erscheint somit ein Herz! Coole Idee! Ich habe natürlich schnell meine Kamera gezückt und dieses "Kunstwerk" festgehalten. Bei gelb erleuchtet ein Stern und bei grün ein Pfeil. Ich hoffe diese "Beschädigung" des Verkehrszeichens bleibt...

Dienstag, 29. April 2008

Wild unterwegs

Berlin - immer wieder für eine Überraschung gut!
Ich fahre mit dem Radel nach Feierabend an einem schönen Frühlingsabend am Rathaus Tempelhof vorbei. Hinter dem riesigen Gebäude scheint ein Park zu sein. Ich biege neugierig ab und entdecke nach ein paar Metern ein Wildtiergehege mit Rehen! Wer hätte das hier vermutet?! Ich nicht!

Ich freue mich diese unerwartete Entdeckung gemacht zu haben. Eine Belohnung für den heutigen Tag.

Sonntag, 27. April 2008

Studentenleben

Am Abend der Gedanke:
"Yo, ich bin Student"
Ich komme zurück nach Kassel; mein zweites zu Hause. Übernachte in unserer WG, in der lauter Fremde wohnen. Mein Schlafzimmer umgestaltet, in meinem Bett jemand anderes! Ich schlafe auf einer dünnen Schaumstoffmatte auf dem Boden in meinem völlig ausgekühltem Atelier. Zumindest habe ich einen Raum für mich!

Zu Hause ist dort, wo private Dinge sind. Hier wimmelt es von Kunst und Büchern, welche mich begleitet haben.
In Berlin habe ich nur das nötigste. Eine Matraze zum Schlafen, zwei Kleiderstangen, als Tisch eine Spanplatte auf Böcken.
Dort ist mein jetziges Arbeitsleben. Mehr brauche ich dort nicht.

Am Nachmittag geht es zurück in meine Kindheit - nach Beverungen. In meinem Zimmer alte Erinnerungen, im Elternhaus immer was los. Eine grosse Familie ist schon etwas besonderes.

Student: Überall eine kleine Bleibe.
Abenteuerlust pur, Reisefieber - das geht auch mit wenig Geld.
Ich bin zufrieden und möchte mit niemanden meine ungewöhnlichen 3 ZKB tauschen.

Sonntag, 13. April 2008

Der Mönch am Meer

Am Rand bekomme ich eine Zusammenfassung von Caspar David Friedrichs Leben mit.
Er hat sich mit dem Menschen und der Natur beschäftigt.
Ich höre ein Rauschen - ist es das Meer?
Kälte steigt in mir auf. Andere Besucher ziehen ihre Jacken vor dem kalten Bild an.
Das Meer ist dunkel, der Strand schaut wie Eis aus.
Es ist ruhig - kaum Bewegung. Die Person ist allein. Der Himmel bricht auf - er lichtet sich.
Drei Tauben sind beim näheren betrachten zu erkennen.
Der Mönch ist im Detail dargestellt - die Hand am Mund.
Kein Eis, Sand mit Gras - Nebel steigt auf, dunkler Nebel.
Ich muss vor dem Bild stehen, im sitzen kann ich es nicht genießen.
So wie der Mönch vor dem Meer, stehe ich nun vor seinem Bild.
Ein wahnsinns Künstler!

Wenn du eine Pechsträhne hast, färb sie blond!

Normal konnte ich mich auf meine Intuition immer verlassen.
In letzter Zeit spielt sie mir öfter einen Streich und ich entscheide mich für das falsche!?
Fahre ich mit dem Rad, fängt es an zu regnen,
denke ich, die Autos bleiben noch stehen und ich düse los - rollen sie an,
steige ich rechts oder links in der U- Bahn aus - natürlich entscheide ich mich für die entfernteste Ausstiegsrichtung.
Meine Haarfärbung ist mittlerweile ganz rausgewachsen,
vielleicht brauche ich mal wieder blonde Stränchen?!

Das Orakel

Kennt ihr noch die alte Frau, die gerne Kekse macht und sie NEO anbietet?
Ja, genau die aus dem Matrix-Streifen!
Sie verkauft jetzt Second-Hand-Ware in einem kleinen Kreuzberger-Lädchen.
Ich habe das Orakel getroffen!
Sie lächelte wie im Film, hatte die selbe Brille tief auf der Nase sitzen und brummte als ich mit ihr feilschte. Sie saß in einem alten Sessel, auf dem Tresen ein Kreuzworträtsel, hinter ihr ein riesiger Heizstrahler, überall Decken, auf denen sich Katzen räkelten...
Der Laden vor lauter Klamotten sehr düster, sehr mysteriös und geheimnissvoll .
Es war unsere Bestimmung hineinzugehen und dort zu shoppen - definitiv!
:-)

Der stärkere siegt

Der Strassenverkehr in Berlin ist schon was ganz besonderes...
Mit dem Auto ist man jedenfalls auf einem flotten Reifen unterwegs. Passt dir irgendwas nicht, drückst du auf die Hupe;
siehst du eine Gefahr auf dich zukommen, hupst du;
willst du einfach auch mal hupen, weil das die anderen auch ständig tun - drück auf die Hupe!
Als Neueinsteiger im 2-Rad-Verkehr werde ich natürlich auch angehupt. Ich "eier" zu langsam rum und der Verkehr staut sich hinter mir - es wird gehupt. Fahre ich bei rot über die Ampel, obwohl alle stehen und ich keinen Sinn sehe anzuhalten oder weil ich ohne Licht fahre, da es kaputt ist...
Egal, irgendwie kommt man immer durch! Der stärkere siegt!

Die Welt...

Meine WELT ist ca 1,50m lang und 0,80m hoch.
Das tief-dunkelblau ist der wahnsinn. Grosse Eisflächen sind zu erkennen, Wüsten und Gebirge. Ich entdecke immer wieder neue Inseln und schaue nach ihrem Namen - wusste vorher gar nicht, dass es sie überhaupt gibt!
In Europa stecken überall weisse Markierungsnadeln. Bald kommt die Nord- Westlichste überhaupt hinzu.
Das Fernweh hat mich gepackt. Ich will die Welt erobern.
Vorerst auf der Landkarte über meinem Bett...

Sonntag, 6. April 2008

Ein Museumsbesuch

Ich gehe durch die vielen Räume und staune.
Erst als ich mich hinsetze und verweile, fangen die Bilder an zu erzählen.
In mir steigt der Drang auf, selbst zu Farbe und Pinsel zu greifen.
Ich möchte mich in meiner persönlichen Handschrift ausdrücken.
In meinem Geist sind so viele Ideen!
Kunst berichtet über den Künstler, sie geht in die Tiefe und treibt nicht an der Oberfläche.
Ich möchte expressionistisch malen - kraftvoll und aufrichtig.

"Vor einem Bild hat jeder sich hinzustellen,
wie vor einem Fürsten - abwartend, ob und was es zu ihm sprechen werde;
und wie jenen, auch dieses nicht selbst anzureden:
denn da würde er nur sich selbst vernehmen."

Schopenhauer

Nie wieder "Radlos"

Seit einer Woche bin ich jetzt mit dem Drahtesel unterwegs. Vier Wochen hat es gedauert bis ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass ich die verrückte Idee morgens mit dem Farrad 10 km zu radeln, in die Tat umgesetzt habe. Ich weiss nicht wirklich wo es lang geht, aber ich schließe mich einfach den wild radelnden anderen Rasern an und heize zwischen den stehenden Autos hindurch, düse über rote Ampeln und gebe ordentlich Gas. Habe gar nicht geglaubt, dass das so viel Spass machen kann. Damit ich auch "sicher" unterwegs bin, ziehe ich mir sogar ein rosa Haargummi über das Hosenbein, damit sich da unten an der Kette nix verheddert oder gar schwarz wird. Panische "wo ist mein Fahrradschlossschlüssel" - Aktionen hab ich auch schon hinter mir. Wer ist auch in der Lage beim Obstkauf den Schlüssel aus der Hand mit in die Obsttüte zu packen, mitzuwiegen und sich nachher zu fragen, wo er ist! Das kann nur ich!

Mittwoch, 2. April 2008

und jetzt auch noch ein Blog...

Ohne Ort kein Glück.



Ich habe mir für das kommende halbe Jahr Bärlin ausgesucht.

Meine kleinen Abenteuer möchte ich hier in einer Art Tagebuch öffentlich darstellen.


Warum ich schreibe und vom schreiben nicht mehr los komme?

Es ist für mich schon zu einem Ritual geworden

und ich möchte euch an ein paar Anekdoten aus meinem Berlin- Leben teilhaben lassen.



Viel Spass beim lesen!